
Die richtige Infrarotbeheizung für das Tempern von Glas
Wenn Sie bereits Erfahrungen mit dem Drucken auf Glas gesammelt haben, wissen Sie, wie schwierig das ist. Es handelt sich dabei um ein ständiges Gleichgewicht halten – man braucht genug Wärme, um die Tinte zu trocknen. Doch wenn man zu viel Wärke verwendet, beginnt das Glas zu verformen. Ist die Wärme hingegen zu gering, verschmiert die Tinte oder haftet gar nicht richtig. Das ist frustrierend.
Daher kommen hier die Infrarotheizrohre zum Tragen. Anstelle dazu, das gesamte Glaselement mit Wärme zu überfluten, heizen diese Rohre gezielt die Tinteschicht auf. Das ist eine viel effektivere Methode.
Scharfe Linien erhalten
Der Schlüssel liegt darin, die Tinte schnell auf die notwendige Temperatur zu bringen. Wir verwenden Kurzwellenstrahlung – sie erreicht die Oberfläche der Tinte viel schneller als Mittel- oder Langwellenstrahlung.
Warum ist das wichtig? Weil dadurch das „Auslaufen“ der Tinte verhindert wird. Dadurch bleiben die Linien scharf und deutlich.
Aber Vorsicht: Man muss darauf achten, dass die Wärme gleichmäßig verteilt wird. Schnelle Erwärmung sorgt dafür, dass das Muster perfekt bleibt. Uneinheitliche Wärmeverteilung führt jedoch zur Verformung des Glases. Um das zu vermeiden, empfehlen wir, die Heizelemente gezielt einzusetzen. So bleibt die Wärme gleichmäßig über die gesamte Fläche verteilt.
Ausrüstung, die wirklich langlebig ist
Niemand möchte seinen Wochenende damit verbringen, die Temperaturen neu einzugestellen, weil eine Lampe versagt hat. Wir verwenden hochreinen Quarz sowie spezielle Filamente bei der Herstellung dieser Rohre. Dadurch funktionieren sie auch unter intensiver Belastung weiterhin einwandfrei. Sie halten ihre Leistung über Tausende von Stunden hinweg. Das macht die Arbeit viel einfacher.
Und wenn Sie die Produktionsgeschwindigkeit erhöhen möchten, benötigen Sie eine höhere Leistung pro Millimeter. Allerdings bedeutet mehr Wärmeintensität auch einen größeren Druck auf die Verkabelung. Stellen Sie sicher, dass Ihre Kontaktoren diesen Anstieg der Leistung aushalten können – sonst müssen Sie die Komponenten schon viel früher austauschen, als Ihnen lieb ist.
Der Kompromiss bei integriertem Tempern
Es ist zwar praktisch, Trocknung und Tempern in einem Prozess zu kombinieren, um Platz zu sparen. Doch dadurch wird der Spielraum für Fehler stark eingeschränkt. Wenn die Infrarotrohre nicht mehr richtig funktionieren, kann das die Steifigkeit des Glases beeinträchtigen. Das ist ein Risiko. Um das zu vermeiden, sollten Sie die Pyrometer genau im Auge behalten. Sie wollen schließlich das ideale Temperaturniveau erreichen, ohne die Tinte zu verbrennen. Das erfordert etwas Aufmerksamkeit – doch die Ergebnisse sind es wert.