
In der Linie zur Herstellung von Doppelverglasung ist die Zeit, in der das Dichtmittel aushärten kann, äußerst begrenzt. Wenn die Temperatur beim Einsatz des PIB- oder Polysulfid-Dichtmittels zu niedrig ist, kommt es zu mangelnder Haftung, Trübungen sowie Garantieansprüchen. Bei zu hoher Temperatur löst sich die Kante des Dichtmittels unter dem thermischen Stress auf. Dadurch stoppt die Produktion – die Glasflächen sammeln sich an, und der Messwert im Ofen zeigt nichts an.
Was technisch wichtig ist: Wir haben die IR-Lampe zur Aushärtung des Dichtmittels so konstruiert, dass sie mittels NIR-Emitter arbeitet. Die spektrale Ausstrahlung dieser Emiter passt genau zu der Absorptionszone des Dichtmittels. Quarzkörper sorgen für eine schnelle Reaktion sowie eine hohe Leistungsdichte – ohne dass Konvektionsprozesse notwendig wären. Das Ergebnis ist ein gezieltes Wärmeprofil: Ein Peak bei 600–800 nm, eine Spannung von 240–480 V sowie eine Leistungsdichte von bis zu 60 W/cm² – angepasst an die Breite des Dichtmittelflecks. Integrierte Reflektoren sorgen dafür, dass das Wärmefeld gleichmäßig verteilt wird – dadurch entstehen keine Hotspots, die das Glas verformen oder die Kanten belasten. Die Steuerung erfolgt direkt über SCR- oder PID-Systeme mit Thermoelementen – dadurch bleibt die Temperatur des Emitters stabil. Das Dichtmittel erhält somit immer die gleiche Energiedosis, Mal für Mal.
Warum das in der Praxis funktioniert: Bei der Herstellung von Doppelverglasung muss das Dichtmittel schnell haften – ohne dass das Glas dabei beschädigt wird. Diese Lampe liefert die Energie genau dort, wo sie benötigt wird – also im Dichtmittel. Dadurch kann der Zwei-Pass-Prozess beschleunigt werden, und die Produktionsgeschwindigkeit steigt. Eine gleichmäßige Erwärmung reduziert die Anzahl der fehlerhaften Produkte. Der Energieverbrauch sinkt, da das NIR-Licht nur das Dichtmittel erreicht – nicht die Luft oder den Rahmen. Zudem passt die Lampe in Standardgehäuse und -anschlüsse – man kann sie also in bestehende Pressen und Verarbeitungsstationen einsetzen, ohne die Maschine neu konstruieren zu müssen.
Dinge, die man durch Erfahrung lernt: Die Intensität des NIR-Lichts hängt von der Sichtlinie ab. Halten Sie die Oberfläche des Emitters parallel zum Dichtmittelfleck und stellen Sie die Entfernung so ein, dass sie zur Fokallänge des Emitters passt. Glasbeschichtungen sowie Schichten mit niedriger Strahlungsleistung reflektieren oder absorbieren das Licht unterschiedlich – daher sollten Sie die Leistungsstufe mit einem Pyrometer an der tatsächlichen Glasfläche überprüfen. Die Aufwärmzeit beträgt einige Minuten – planen Sie die Startsequenz so, dass das erste Stück nicht beschädigt wird. Für eine lange Lebensdauer sollten Sie den Quarzkörper sauber und trocken halten sowie die Lampenspannung an die Versorgungsspannung anpassen. Wenn die Lampe rund um die Uhr in Betrieb ist, sollten Sie sie alle 5.000–8.000 Stunden austauschen. So bleibt die Haftqualität Tag für Tag konstant.